Flamenco

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Der Flamenco ist eine Musikrichtung und ein Tanz, der aus dem Süden Spaniens stammt. Wer von der Kultur in Andalusien redet, nennt den Flamenco meist im selben Atemzug. Wenn man guten, traditionellen Flamenco live erleben möchte, hat man in der Gegend um Sevilla und Cádiz die besten Chancen. Hier wird der traditionelle Tanz und Gesang des Flamenco mehr gepflegt als anderswo. Die vielen Flamenco-Vorführungen in den Touristengebieten haben nur teilweise etwas mit dem wirklichen Flamenco zu tun.

In Spanien ist der Flamenco populärer den je. Der von der spanischen Jugend heutzutage moderne Flamenco unterscheidet sich allerdings von den traditionellen Formen. Andere Elemente wie aus dem Jazz und Rock haben Einfluss. Der bekannteste dieser modernen Flamenco-Künstler ist Joaquin Cortes aus Cortoba. Diese Art der Weiterentwicklung des Flamenco wird in Spanien kontrovers gesehen. Für die einen ist es die Rettung des Flamenco als weitverbreitete Musik als Gegenbewegung zum westlichen Rock und Pop. Für die anderen ist es  der Untergang des echten Flamenco. Für Touristen ist vor allem ein Abend mit eher traditionellen Flamenco ein Erlebnis, das man sein Leben lang nicht vergisst.

Schwierig für Westeuropäer ist, das die meisten Flamenco-Formen nicht im 3/4- oder 4/4-Takt gespielt werden, sondern aus 12 Einheiten bestehen, die unterschiedlich betont werden. Dadurch entsteht auch der interessante Rhythmus (der sogenannte Compas) des Flamenco. Der Flamenco ist eine echte Volkskunst. In penas flamencas (etwa Vereine) werden wöchentlich Künstler eingeladen und gemeinsam angesehen und angehört.

Flamenco besteht traditionell aus dem Cante (Gesang), Toque (Spiel der Gitarre, Rhythmus) und dem Baile (Tanz).

Der Gesang im Flamenco (Cante)

Der Gesang ist äußerst schwierig und für Nicht-Einheimische kaum verständlich, da die coplas (Gesangsstil) oft sehr lokal gebunden und deswegen in starken Dialekten vortragen werden. Man unterscheidet generell den cante grande oder cante hondo vom cante chico: das ist in etwa die E-Musik und die U-Musik des Flamenco. Wer erlebt hat, mit welcher Inbrunst ein sog. cante chico wie die Alegrias vorgetragen werden kann, wird diese Begriffe mit Vorbehalt benutzen. Typisch für den cante hondo sind u.a. die Seguiriyas, der Taranto, der Fandango, die Soleá (oder Soleares), die Malagenas Typische Vertreter des cante chico sind Alegrias, Bulerias, der Tango flamenco, die Rumba und auf jeden Fall auch die bekannten Sevillanas.

Texte im Flamenco sind meist überliefert und werden wenig verändert. Sie ergeben übersetzt oft keinen oder nicht erkennbaren Sinn. Themen sind meist unerreichte Liebe, das Leid und Ungerechtigkeit.

Instrumente im Flamenco

Die Gitarre ist wohl das wichtigste Instrument des Flamenco und wird meist nur von Männern gespielt. Flamencogitarren sind anders als normale klassische Gitarren flacher und perkussiver gebaut, und haben einen durchdringenden Klang, da sie sich auch unverstärkt „gegen“ Sänger und TänzerIn durchsetzen müssen. Es gibt noch viele kleinere Handwerksbetriebe in Spanien, wo die Flamenco-Gitarren per Hand gebaut werden.

Die Technik der Flamenco-Gitarre weicht in Handhaltung und Spielweise erheblich von klassischer Spielweise ab.

Der Gitarrist begleitet traditionell den Sänger oder die Tänzerin. Dabei ist der Compás, das Wichtigste. Solo Einlagen nennt man Falseta und spezielle Teile für die Tänzerin Escobilla.

Als Schlagwerk dient meist die Cajon (auch Rumbakiste genannt)- eine Holzkiste, die innen mit Drähten verspannt ist und so ein komplettes Schlagzeug simulieren kann. aber auch Tabla und andere Trommeln werden benutzt.

Traditionell werden auch die Kastagnetten verwendet – zwei löffelförmige Hölzer, die mit den Händen zum Klappern gebracht werden. Im modernen Flamenco verlieren sie jedoch immer mehr an Bedeutung.

Sehr wichtig sind auch die Palmas („Handflächen“) – das Klatschen. Es gibt zwei Arten von Palmas: Palmas claras, die lauten peitschenden und Palmas sordas, die leisen, dumpf geklatschten. Gute Palmeros sind rar, da diese oft mehrere Minuten sehr schnell und genau, sowie oft versetzt mit einem zweiten Palmero klatschen müssen.

Tanz im Flamenco (Baile)

Der Tanz ist das Zentrum des Flamencos. Was auch nicht verwunderlich ist, da chronologisch erst der Tanz aufkam, dann der Rhythmus und zuletzt die Gitarre. Die Tänzer(innen) brauchen höchste Konzentration. Sie sind völlig im Zentrum des Geschehens. Die anderen Musiker sind dem Tänzer/der Tänzerin untergeordnet und passen sich dem Tanz an. Es gibt sehr komplizierte und schöne Choreographien.

Wortherkunft Flamenco

Es ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Liedern und Tänzen aus Andalusien, maßgeblich hervorgegangen aus der Bevölkerungsgruppe der Gitanos (Romas). Die Andalusier nannten diese Leute „Flamencos“. Diese wurden, wie in so vielen Ländern in ihrer Heimat verfolgt und auch vertrieben. Daher gehört auch das Schwermütige und das Leid, welches besonders im Gesang zu erkennen ist, zur Flamenco-Musik. Durch die Vertreibung der Gitanos, kamen viele unterschiedliche neue Einflüsse in die Musik. So ist es auch zu erklären, daß viele hörbar arabisch klingenden Melodien im Flamenco zu finden sind.

Hinweis: Da Musik nicht zu meinen Spezialgebieten gehört und in Wikipedia hervorragende Informationen zum Thema Flamenco vorhanden sind, basiert der Artikel auf den Artikel Flamenco aus der freien Enzyklopädie Wikipedia  und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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